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Vergewaltigungen in Südafrika und fast Niemand sagt was Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gerd Bruckner   
Dienstag, den 25. Januar 2011 um 16:50 Uhr

Korrigierende Vergewaltigungen in Südafrika

Südafrika wird oft auch die Regenbogennation genannt und ist bekannt für seine Post-Apartheid-Bemühungen zum Schutz gegen Diskriminierung. Es war das erste Land, das die Gleichstellung der Geschlechter verfassungsrechtlich festschrieb und somit seine Bürger gegen Ungleichbehandlung schützt. Doch die lokale Organisation Luleki Sizwe berichtet von mehr als einer "korrigierenden Vergewaltigung" pro Tag und die Straffreiheit bleibt bestehen.

“Korrigierende Vergewaltigungen” basieren auf einer empörenden und völlig falschen Vorstellung, dass eine lesbische Frau durch Vergewaltigung “heterosexuell gemacht werden kann”. Dieser abschäuliche Akt wird in Südafrika jedoch nicht einmal als Hassverbrechen eingestuft. Die Opfer sind meist schwarze, arme, lesbische Frauen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Doch auch die Massenvergewaltigung und der Mord an Eudy Simelane, der Nationheldin und ehemaligen südafrikanischen Fussballnationalspielerin, führte keine Wende herbei. Letzte Woche bestand Minister Radebe drauf, dass das Motiv bei Verbrechen wie “korrigierender Vergewaltigung” irrelevant sei.

So wurde "Millicent Gaika" 5 Stunden gefesselt, gewürgt, gefoltert und vergewaltigt, von einem Mann, der sie angeblich von ihrer Homosexualität "heilen" wollte. Sie überlebte nur knapp und ist eine von vielen. Dieses abscheuliche Verbrechen ist an der Tagesordnung in Südafrika, wo lesbische Frauen in ständiger Angst vor einem Übergriff leben. Bislang wurde allerdings niemand aufgrund "korrigierender Vergewaltigung" verurteilt.

Doch von einem kleinen Kapstädter Frauenhaus aus riskieren eine Handvoll mutiger Aktivistinnen ihr Leben, damit Millicents Fall einen Wandel auslöst. Ihr Appell an den Justizminister entfachte einen Proteststurm mit über 130.000 Unterschriften und zwang ihn zu einer Reaktion im Staatsfernsehen. Allerdings blieb die Aufforderung zum Handeln an den Minister bisher unbeantwortet.

Fordern wir deshalb Präsident Zuma und den Justizminister dazu auf, diese "korrigierenden Vergewaltigungen" öffentlich zu verurteilen, diese Hassverbrechen zu kriminalisieren, unmittelbare Vollzugsmaßnahmen durchzusetzen, die Öffentlichkeit aufzuklären und die Opfer zu schützen.

Unterschreibe die Petition und informiere alle Freunde -- Avaaz wird die Petiton direkt an die südafrikanische Regierung übergeben und unser kleienr Beitrag sind die volle Unterstützung der Aktion:

https://secure.avaaz.org/de/stop_corrective_rape/?vl

(Gerd Bruckner) Realpolitische Plattform in Die PARTEI

 


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Januar 2011 um 16:56 Uhr
 

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